Die Gemeinde Tiddische
Zwei Dörfer, eine Gemeinde – Tiddische und Hoitlingen im Porträt.
Tiddische
Chronik
Das erste Mal wurde der Ort Tiddische ungefähr im Jahr 1000 als Thiaddagsheshusun bezeichnet, was so viel heißt wie „Die Häuser des Volks-Guten“. Im Jahr 1366 bekam es die amtliche Bezeichnung „Didgesche“, aus welcher sich der heutige Name Tiddische entwickelt hat.
Wie die meisten Ortschaften rund um Vorsfelde gehörte Tiddische bis 1742 den von Bartensleben. Zu dieser Zeit befanden sich hier lediglich einige Bauernhöfe. Bis heute hat sich die Einwohnerzahl der Gemeinde auf ca. 1.300 Bewohner entwickelt.
Erst im Jahr 1972 wurden die Ortschaften Tiddische und Hoitlingen zur Gemeinde Tiddische vereinigt – vorher wurden beide als eigenständige Gemeinden verwaltet. Seit 1974 ist die Gemeinde Tiddische Mitglied der Samtgemeinde Brome.

Hallo Tiddische
Wenn Sie … die Hektik der Stadt hinter sich haben, Richtung Sonnenaufgang entlang der Bundesstraße fahren, am Wegrand Bienen und Hummeln summen, fröhliche Hühner sich auf der Wiese tummeln, Kühe und Pferde die Sonne genießen, Esel und Schafe neugierig grüßen … dann sind Sie im schönen Dorf Tiddische, eingebettet im grünen Tal der Kleinen Aller zwischen den Naturparks Südheide und Drömling, mit dem Wahrzeichen des Glockenturms der ehemaligen Schule.
Liebens- und lebenswert, traditionell und aufgeschlossen, unterhaltsam und sportlich, natürlich und ländlich, gastfreundlich und musikalisch – das ist Tiddische.

Hoitlingen
Chronik
1388 wurde Hoitlingen im Ersten Gedenkbuch der Stadt Braunschweig indirekt erwähnt, indem die Zahl von sieben Dörfern auf dem Vorsfelder Werder genannt wurde. Der Name ist slawischen Ursprungs und bedeutet etwa „Leute am Teichdamm“, bezogen auf die Lage in der Nähe eines Dammes und einer Brücke über die Kleine Aller, die hier zu einem Teich verbreitert war. Die Lüneburger Heerstraße führte nordöstlich an Hoitlingen vorbei.
Bis 1742 war das Adelsgeschlecht Bartensleben Besitzer des Vorsfelder Werders. 1766 und 1856 verwüsteten Feuer große Teile des Dorfes. Die ursprüngliche Rundlingsform – allerdings in Form einer Sackgasse – wurde beim Wiederaufbau aufgegeben. 1968 wurde eine Mühle im Nordwesten des Ortes stillgelegt. Im Osten des Ortes wurden Neubaugebiete ausgewiesen. Das historische Zentrum Hoitlingens liegt in der Straße „Im Unterdorf“.
Hoitlingen heute
Eingebettet in Äcker, Wiesen und Wälder liegt unser schönes Dorf am Rande des Naturparks Drömling und strahlt Ruhe und Gelassenheit aus. Laut wird es nur, wenn Feiern anstehen … und feiern können sie, die Hoitlinger! Weit über die Grenzen bekannt sind die Faslam-, Mai- und Weinfeste, um nur einige zu erwähnen. Wer feiern kann, der kann auch arbeiten: Dorfputz, Hilfe bei Veranstaltungen – kein Thema. Viele fleißige Hände sorgen dafür, dass das Dorf strahlt und jede Feier zum Highlight wird.
Hoitlingen – ein Dorf, eine Gemeinschaft.
Infrastruktur
Die Hoitlinger Schule wurde mit der Einrichtung einer Dörfergemeinschaftsschule in Rühen in den 1970er Jahren geschlossen. Im Ort befindet sich ein Friedhof mit Kapelle. 1971 gab es 29 landwirtschaftliche Betriebe in Hoitlingen, 1985 noch 18.

Das Wappen

Von Rot und Gold gespalten, über blauem Wellenschildfuß, ragend ein benageltes Mühlenrad in verwechselten Farben, überholt balkenweis begleitet von zwei Brotlaiben in verwechselten Farben.
Das Wappen repräsentiert die Wassermühle an der Kleinen Aller, welche bis Ende der 1950er Jahre in Betrieb war.